Webshop erstellen lassen — was es kostet und wie der Ablauf ist
Webshop erstellen lassen: was die Erstellung kostet, welche laufenden Kosten und Zahlungsgebühren anfallen und wie ein Shop-Projekt abläuft.

Einen Webshop erstellen zu lassen kostet einmalig meist einen niedrigen vierstelligen Betrag. Ein schlanker, eigenständiger Shop auf WooCommerce-Basis beginnt bei mir bei 2.990 € netto. Dazu kommen monatliche Kosten von rund 10 bis 40 € — plus eine Gebühr des Zahlungsanbieters für jede Bestellung. Vom ersten Gespräch bis zum Livegang vergehen für einen kleinen Shop etwa vier bis acht Wochen. Den Preis bestimmen feste Bausteine, nicht die Stunden am Rechner: die Anzahl der Produkte, das Design, die Zahlungsarten und die Versandregeln. Dieser Artikel zeigt, woraus der Preis besteht, was jeden Monat anfällt und wie ein Shop-Projekt in der Praxis abläuft.
Was ein Webshop erstellen lassen kostet — Klartext zu den Zahlen
Im Netz lautet die häufigste Antwort auf die Kostenfrage: „Das kommt darauf an." Das stimmt zwar, hilft aber niemandem beim Planen eines Budgets. Deshalb hier konkrete Zahlen — getrennt nach den zwei Posten, die viele durcheinanderwerfen: die einmalige Erstellung und der laufende Betrieb.
Die einmalige Erstellung ist der Preis, den Sie für den fertig aufgesetzten Shop zahlen. Ein schlanker Shop mit überschaubarem Sortiment auf WooCommerce-Basis kostet einen niedrigen vierstelligen Betrag. Bei mir beginnt der Festpreis bei 2.990 € netto — für einen klar abgegrenzten Umfang. Wir legen gemeinsam bis zu rund 20 Produkte an, ich stimme eine Design-Vorlage (ein sogenanntes Theme) auf Ihre Marke ab, binde PayPal und Stripe an und füge Ihre Rechtstexte technisch ein. Brauchen Sie mehr Produkte, weitere Zahlungsarten oder Sonderfunktionen, besprechen und beziffern wir diese Extras vorher als feste Bausteine — ich setze sie nicht erst hinterher auf die Rechnung. So bleibt der Startpreis eine kalkulierbare Zahl. Andere Anbieter verlangen für kleine Shops meist 1.000 bis 5.000 €; größere Sortimente und individuelle Anforderungen kosten mehr.
Die laufenden Kosten sind die Summe, die der Shop danach Monat für Monat braucht:
- Hosting (der Server für Ihren Shop): Ein Shop mit echten Bestellungen kostet bei einem deutschen Anbieter realistisch etwa 10 bis 25 € pro Monat, je nach Auslastung. Sehr billige Pakete für wenige Euro laden die Seite oft zu langsam.
- Domain (Ihre Webadresse, z. B. ihr-laden.de): 5 bis 20 € pro Jahr.
- Zahlungsanbieter-Gebühren: ein prozentualer Anteil von jeder Bestellung — die konkreten Zahlen stehen gleich im Text.
- Wartung (freiwillig): Updates und Sicherheit, entweder selbst erledigt oder als Wartungsvertrag.
In Summe sind das meist rund 10 bis 40 € im Monat — je nachdem, ob ein Wartungsvertrag dazukommt.
Hier zeigt sich der entscheidende Unterschied zu einem gemieteten System wie Shopify: Ein eigener WooCommerce-Shop verlangt keine monatliche Plattformgebühr und keine Umsatzbeteiligung. Welches Shop-System am besten zu Ihnen passt, ist eine eigene Frage — die habe ich im Vergleich WooCommerce oder Shopify durchgerechnet. Dieser Artikel setzt voraus, dass die Wahl auf einen eigenen Shop gefallen ist.
Was den Preis bestimmt — die Bausteine eines Shops
Warum kostet der eine Shop 2.990 € und der nächste 8.000 €? Der Dienstleister rechnet dafür nicht einfach mehr Stunden ab — der teurere Shop enthält schlicht mehr Bausteine. Diese Punkte treiben den Preis:
- Anzahl der Produkte. Zehn Produkte kosten einen Nachmittag. Dreihundert Artikel mit Beschreibungen, Bildern und Kategorien sind ein großes Arbeitspaket — egal, ob jemand die Daten einzeln einträgt oder sie gesammelt einspielt (Import).
- Produktvarianten. Ein Honig in einer Sorte und einer Gebindegröße macht wenig Arbeit. Ein Sortiment aus Raps-, Linden- und Waldhonig in 250-g- und 500-g-Gläsern ergibt schon sechs Varianten — jede mit eigenem Grundpreis und Lagerbestand. Ein T-Shirt in fünf Größen und drei Farben sind fünfzehn Varianten. Mehr Auswahl heißt mehr Aufbau.
- Design. Ein Standard-Theme sauber anzupassen kostet weniger, als einen Auftritt von Grund auf neu zu gestalten. Den meisten kleinen Händlern reicht das angepasste Theme völlig.
- Zahlungsarten. PayPal und Stripe sind als Standard schnell eingebunden. Jede zusätzliche Methode — Klarna, Kauf auf Rechnung, Lastschrift — bedeutet einen weiteren Einrichtungs- und Testschritt.
- Versandregeln. Ein Pauschalpreis fürs ganze Land macht keine Mühe. Gewichtsabhängiger Versand, Lieferzonen nach Postleitzahl oder kostenloser Versand ab einem Bestellwert erfordern jeweils zusätzliche Logik.
- Sonderfunktionen. Abo-Produkte, ein Mengenrabatt, eine Schnellbestellung für Stammkunden oder eine Anbindung an die Warenwirtschaft entstehen nicht mit wenigen Klicks — das sind eigene Module.
Wer ein realistisches Angebot erwartet, geht diese sechs Punkte vorab durch. Ein seriöser Dienstleister klärt sie vor dem ersten Preis — und nicht erst auf der Rechnung.
Zahlungsanbieter: was PayPal, Stripe & Co. pro Bestellung kosten
Diesen Posten vergessen viele beim Planen — dabei kostet er über die Jahre am meisten. Zahlungsanbieter behalten bei jeder Bestellung eine Transaktionsgebühr ein: meist einen prozentualen Anteil plus einen kleinen Festbetrag. Diese Kosten entstehen zusätzlich zu Hosting und Domain und völlig unabhängig davon, wer den Shop gebaut hat.
Die konkreten Gebühren der zwei verbreitetsten Anbieter in Deutschland (Stand der Anbieter-Preisseiten Juni 2026):
| Anbieter / Zahlungsart | Gebühr pro Transaktion | | ----------------------------------------- | ---------------------- | | PayPal (Waren & Dienstleistungen, Inland) | 2,49 % + 0,35 € | | Stripe — europäische Karte | 1,5 % + 0,25 € | | Stripe — SEPA-Lastschrift | 0,35 € |
Bei Stripe gelten für besondere Karten abweichende Sätze (Premium-Karten 1,9 % + 0,25 €, Karten aus Drittländern 3,25 % + 0,25 €, bei Nicht-EWR-Karten zuzüglich einer möglichen Währungsumrechnung). Für einen Shop mit überwiegend regionaler Kundschaft sind das Randfälle.
Ein Rechenbeispiel für eine Bestellung über 50 €: Mit PayPal zahlen Sie insgesamt 1,60 € Gebühr — 1,25 € als Anteil von 2,49 % plus 0,35 € Festbetrag. Zahlt Ihr Kunde mit einer europäischen Karte über Stripe, sind es insgesamt 1,00 € — 0,75 € als Anteil von 1,5 % plus 0,25 € Festbetrag. Über viele Bestellungen gerechnet landet die Zahlungsabwicklung erfahrungsgemäß bei etwa 2 bis 3 % vom Umsatz. Der genaue Wert hängt davon ab, wie sich Ihre Kunden zwischen PayPal, Karte und Lastschrift verteilen.
Auf Wunsch ergänzen Sie den Shop um Klarna (Kauf auf Rechnung, Ratenzahlung) oder Anbieter wie Mollie. Deren Bedingungen schwanken aber stärker, und der Rechnungskauf kostet in der Regel mehr — fordern Sie dafür ein individuelles Angebot an. Für den Start genügen PayPal und Stripe fast jedem kleinen Shop.
Ein praktischer Hinweis: Beschränken Sie sich auf zwei bis drei gut platzierte Zahlungsarten. Zehn Optionen verwirren die Kunden eher — und jede Methode kostet Zeit für Einrichtung und Pflege.
Der Ablauf — fünf Phasen vom Konzept bis zum Livegang
Ein Shop-Projekt läuft anders ab als eine reine Firmenwebsite. Der bekannte Ablauf einer Website-Erstellung in sechs Phasen gilt zwar weiterhin — beim Shop kommen aber Produktdaten, Zahlung und Versand als eigene Aufgaben dazu. So sieht der typische Weg aus:
Phase 1: Konzept (etwa 1 Woche)
Im Erstgespräch klären Sie die wichtigsten Fragen: Was verkaufen Sie an wen? Wie viele Produkte? Welche Zahlungs- und Versandarten? Aus den Antworten entsteht die Struktur des Shops — Kategorien, Navigation und der Ablauf an der Kasse, der sogenannte Checkout. Hier fällt auch die Systementscheidung, falls sie noch offen ist.
Phase 2: Einrichtung und Design (etwa 1–2 Wochen)
WooCommerce wird auf WordPress installiert und das Design auf Ihre Marke abgestimmt. Danach richten wir die Zahlungsanbieter ein und prüfen alle Abläufe mit Testbestellungen. Am Ende steht ein funktionsfähiges Grundgerüst — noch ohne fertige Produkte.
Phase 3: Produkte und Inhalte (1–3 Wochen, der Engpass)
Jetzt kommen die Produkte in den Shop: Bilder, Beschreibungen, Preise, Varianten und Kategorien. Das ist die Phase, in der die meisten Projekte ins Stocken geraten — nicht wegen der Technik, sondern wegen unvollständiger Produktdaten auf Händlerseite. Wer hier vorbereitet ist, hat einen klaren Vorteil.
Phase 4: Recht und Test (etwa 1 Woche)
Wir binden die Rechtstexte ein, spielen eine echte Testbestellung durch und prüfen Versandregeln und Steuersätze. Lädt der Shop auf dem Smartphone genauso wie am Rechner? Kommt die Bestellbestätigung an? Stimmt die Mehrwertsteuer im Warenkorb?
Phase 5: Livegang und Einweisung (etwa 1 Woche)
Der Shop geht live, eine letzte Testbestellung bestätigt, dass alles reibungslos läuft. Sie bekommen eine Einweisung, wie Sie künftig selbst Produkte anlegen, Preise ändern und Bestellungen verwalten. Außerdem melden wir den Shop bei Google an — über die Google Search Console eingereicht, damit Google ihn überhaupt erfasst und Kunden ihn finden. Wichtig zu wissen: Dass Google den Shop erfasst und dass er bei der Suche vorne steht, sind zwei verschiedene Dinge. Gute Platzierungen brauchen Zeit und laufende Arbeit.
Unterm Strich: Ein schlanker Shop geht in vier bis acht Wochen live, wenn die Produktdaten rechtzeitig eintreffen. Die Phasen laufen teils parallel — deshalb ist die Gesamtdauer kürzer als die Summe der Einzelschritte.
Was Sie als Händler selbst beisteuern
Die häufigste Frage lautet: „Was muss ich eigentlich liefern?" Beim Onlineshop fällt die Antwort klarer aus als bei einer Firmenwebsite, denn hier geben die Produktdaten den Takt vor.
| Was Sie liefern | Was ich übernehme | | ------------------------------------------------- | ----------------------------------------- | | Produktliste mit Preisen | Einrichtung des Shops und Design | | Produktfotos in guter Auflösung | Anbindung der Zahlungsanbieter | | Kurze Produktbeschreibungen | Einrichtung der Versand- und Steuerregeln | | Versandregeln (Gebiete, Kosten, Dienstleister) | Technische Einbindung der Rechtstexte | | Angaben für Impressum und Rechtstexte | Testbestellung und Funktionsprüfung | | Rückgabe-/Widerrufsabwicklung (wie Sie es regeln) | Livegang und Einweisung |
Den größten Hebel haben die Produktdaten. Eine übersichtliche Tabelle mit Produktname, Preis, Beschreibung und Variante spart in Phase 3 spürbar Zeit — ordentliche Fotos helfen ebenso. Oft reichen dafür einfache Aufnahmen mit dem Smartphone. Wichtig sind gutes Licht und ein ruhiger Hintergrund. Bei der Aufbereitung helfe ich gern. Wer Lebensmittel verkauft, klärt den Versand am besten früh: Der Transport frischer oder gekühlter Ware und die Mindesthaltbarkeit sind eigene Themen, die direkt in die Versandregeln gehören. Fehlt Ihnen die Zeit, die Artikel selbst vorzubereiten, plane ich das ein — nach Aufwand pro Produkt oder als kleines Paket für ein überschaubares Sortiment, vorher beziffert. Das beseitigt den häufigsten Grund für Verzögerungen.
Recht: was ein Onlineshop in Deutschland zwingend braucht
Ein Shop verlangt mehr rechtliche Vorgaben als eine einfache Website, denn hier schließen Sie einen Kaufvertrag mit Verbrauchern. Das ist keine freiwillige Aufgabe nach dem Start, sondern Voraussetzung für den laufenden Betrieb:
- Impressum und Datenschutzerklärung (DSGVO-konform). Pflicht für jede geschäftliche Website — beim Shop besonders mit Blick auf Bestell- und Zahlungsdaten.
- AGB und Widerrufsbelehrung. Verbraucher haben in Deutschland beim Onlinekauf ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Die Belehrung darüber muss korrekt und leicht auffindbar sein. Für verderbliche Waren wie frische Lebensmittel und für versiegelte Artikel, die aus Hygienegründen nicht zurückgehen, gibt es gesetzliche Ausnahmen — gerade für Direktvermarkter ein wichtiger Punkt, der fachkundig geklärt gehört.
- Versandkosten klar ausweisen. Zeigen Sie die Lieferkosten vor dem Kauf, damit es an der Kasse keine Überraschung gibt.
- Korrekte Preisangaben. Der Shop nennt Endpreise inklusive Mehrwertsteuer. Bei Mengenware kommt der Grundpreis dazu — je nach Ware pro Kilogramm oder Liter, bei kleinen Mengen je 100 Gramm oder 100 Milliliter. Das verlangt die Preisangabenverordnung; für Honig, Feinkost oder Kosmetik ist das der Normalfall.
- Der richtige Bestell-Button. Der Knopf, der die Bestellung verbindlich abschließt, muss eindeutig beschriftet sein — zum Beispiel mit „zahlungspflichtig bestellen" (die sogenannte Button-Lösung).
- Barrierefreiheit. Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Onlineshops für Verbraucher müssen grundsätzlich barrierefrei sein. Nach aktueller Rechtslage sind Kleinstunternehmen ausgenommen: weniger als zehn Beschäftigte UND höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme — beide Grenzen müssen zusammen erfüllt sein. Das trifft auf viele kleine Läden und Hofläden zu. Im Zweifel hilft eine kurze rechtliche Klärung.
Wichtig: Die technische Einbindung dieser Texte gehört zu einem durchdachten Shop-Projekt. Die Texte selbst — vor allem AGB und Widerrufsbelehrung — schreiben Fachleute, spezialisierte Dienste oder ein Anwalt. Eine neue Website ist der beste Zeitpunkt für einen sauberen Start, statt später nachzurüsten.
Ein Beispiel aus Rostock: der Brötchenexpress-Shop
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt ein Projekt aus Rostock. Der Brötchenexpress, ein etablierter Lieferdienst, beliefert morgens Haushalte und Büros in Rostock. Früher liefen die Bestellungen komplett über Telefon und E-Mail. Stammkunden fragten regelmäßig nach einer Online-Bestellung, neue Anfragen über Google kamen dagegen selten herein.
Für diesen Betrieb habe ich einen WooCommerce-Shop aufgesetzt. Die Produktkategorien heißen genau so, wie Kunden tatsächlich suchen — Brötchen, Brot, Gebäck, Frühstückspakete. Ein Filter für Lieferzonen nach Postleitzahl schließt Bestellungen außerhalb des Liefergebiets sofort aus. Stammkunden nutzen eine Schnellbestellung: ein Klick, und die gewohnte Auswahl liegt im Warenkorb. Parallel habe ich die lokale Auffindbarkeit aufgebaut — optimierte Meta-Daten, strukturierte Daten für das lokale Geschäft und die Anbindung an das Google-Unternehmensprofil. Bei der lokalen Suche nach „Brötchen liefern Rostock" steht der Shop auf Platz 1 (Stand des Projektberichts; lokale Platzierungen hängen vom Standort der suchenden Person ab und schwanken).
Von der ersten Anforderungsliste bis zum Livegang vergingen rund sechs Wochen. Die meiste Zeit kostete nicht die Technik, sondern eine saubere Struktur für die Kategorien und die Bestellroutine — das ist bei Shop-Projekten typisch. Heute laufen die Bestellungen automatisiert, Anrufe sind seltener geworden. Wie der Shop aufgebaut ist und wie eine Bestellung abläuft, steht im Projektbericht zum Brötchenexpress Rostock.
Dieser Aufbau passt grundsätzlich auch für Direktvermarkter in MV: Die Daten liegen auf einem deutschen Server, das System fordert keinen Anteil vom Umsatz, und der Betrieb besitzt den Shop selbst. Die einzelnen Bausteine unterscheiden sich aber je nach Vertriebsweg. Ein lokaler Lieferdienst wie der Brötchenexpress braucht feste Lieferzonen und eine Bestellroutine für den nächsten Morgen. Ein Hofladen bei Güstrow oder eine Imkerei mit bundesweitem Versand hat andere Bedürfnisse — oft gekühlte oder frische Ware, ein Mindesthaltbarkeitsdatum und manche Produkte nur zu bestimmten Jahreszeiten. Wer auf dem Wochenmarkt verkauft und online nur ergänzt, hat wieder andere Wünsche. Das Grundgerüst bleibt gleich; die Funktionen wählen Händler passend zu ihrem Geschäft.
Was beim Shop-Start oft schiefgeht
Fünf Punkte, die ich bei Shop-Projekten mit kleinen Händlern und Direktvermarktern in MV regelmäßig sehe:
- Zahlungsgebühren nicht eingerechnet. Viele planen Erstellung und Hosting, vergessen aber die zwei bis drei Prozent pro Bestellung. Mit steigendem Umsatz wächst genau dieser Posten spürbar. Kalkulieren Sie ihn von Anfang an mit ein.
- Produktdaten zu spät. Der häufigste Grund für Verzögerungen. Der Shop steht, das Design ist fertig — aber die Hälfte der Produkte hat noch keine Bilder oder Beschreibungen. Bereiten Sie die Produktdaten vor dem Projektstart auf, nicht nebenbei.
- Recht auf den letzten Drücker. Ohne AGB, Widerrufsbelehrung, korrekte Preisangaben und ausgewiesene Versandkosten verkauft der Shop nicht legal. Klären Sie das zum Start, nicht im Nachgang.
- Billiger Baukasten-Shop als Dauerlösung. Einen Shop für wenige Euro im Monat richten Sie schnell ein — er bindet Sie aber fest an einen Anbieter, lässt sich später nur schwer verlassen und stößt bei eigenen Anforderungen rasch an Grenzen. Als Test taugt ein Baukasten; als Fundament für einen Betrieb, der ernsthaft verkauft, selten.
- Migration als Plan B. „Wenn es nicht passt, wechsle ich später." Einen Plattformwechsel mit Produkten, Bestellhistorie und aufgebauter Auffindbarkeit bei Google erledigen Sie aber nicht an einem Nachmittag. Setzen Sie den Shop lieber gleich einmal sauber auf.
Was bleibt
Die Kosten für einen Webshop lassen sich vorab durchrechnen. Ein schlanker, eigener Shop kostet anfangs einen niedrigen vierstelligen Betrag, die laufenden Kosten bleiben überschaubar: Hosting, Domain und die Gebühren des Zahlungsanbieters. Den genauen Preis bestimmen die Bausteine — Produkte, Varianten, Design, Zahlung, Versand und Sonderfunktionen. Wer diese Posten vorher kennt, ordnet ein Angebot richtig ein, statt blind auf eine Pauschalzahl aus dem Netz zu vertrauen. Und wer seine Produktdaten vor dem Start aufbereitet, hat den größten Hebel für einen Zeitplan, der hält, selbst in der Hand.
Sie wollen wissen, was ein Shop für Ihren Betrieb kosten würde und wie der Ablauf konkret aussieht? Schauen Sie auf die Seite zur Onlineshop-Erstellung oder schreiben Sie mir kurz über das Kontaktformular. Eine erste Einschätzung mit grober Kosten- und Zeitrechnung für Ihre Produktzahl dauert etwa eine Stunde — danach wissen Sie, woran Sie sind.
Ich bin Marcus Lindow und mache Webdesign und SEO für kleine Betriebe in Rostock und Mecklenburg-Vorpommern — vom ersten Shop-Konzept bis zur laufenden Auffindbarkeit bei Google.
Quellen:
- PayPal Händler- und Verkäufergebühren — PayPal Deutschland — Inlandsgebühr Waren & Dienstleistungen, Stand Juni 2026
- Stripe Preise und Gebühren — Deutschland — Kartengebühren EWR/Drittland und SEPA-Lastschrift, Stand Juni 2026
- Widerrufsrecht § 312g BGB — Gesetze im Internet — 14-tägiges Widerrufsrecht für Verbraucher und Ausnahmen (verderbliche/versiegelte Waren)
- Preisangabenverordnung (PAngV) — Gesetze im Internet — Endpreis und Grundpreis
- Button-Lösung § 312j BGB — Gesetze im Internet — Pflicht zur eindeutigen Beschriftung des Bestell-Buttons
- Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) — Bundesfachstelle Barrierefreiheit — Geltung seit 28.06.2025, Ausnahme für Kleinstunternehmen
Häufig gestellte Fragen
- Was kostet es, einen Webshop erstellen zu lassen?
- Für einen schlanken, eigenständigen Webshop auf WooCommerce-Basis liegt die einmalige Erstellung erfahrungsgemäß im niedrigen vierstelligen Bereich — bei mir beginnt der Festpreis bei 2.990 € netto für einen definierten Umfang: bis zu rund 20 gemeinsam angelegte Produkte, PayPal und Stripe als Zahlungsarten, ein auf Ihre Marke abgestimmtes Theme und die technische Einbindung Ihrer Rechtstexte. Mehr Produkte, weitere Zahlungsarten oder Sonderfunktionen werden vorher als Bausteine besprochen — nicht hinterher draufgerechnet. Marktüblich sind für kleine Shops grob 1.000 bis 5.000 €, bei größeren Sortimenten mehr.
- Welche laufenden bzw. monatlichen Kosten hat ein Onlineshop?
- Drei Posten: Hosting (der Server, auf dem der Shop liegt) für einen Shop realistisch ab etwa 10 € pro Monat, je nach Last 10 bis 25 €, die Domain für 5 bis 20 € pro Jahr und die Gebühren des Zahlungsanbieters pro Bestellung. Anders als bei Shopify fällt bei einem eigenen WooCommerce-Shop keine monatliche Plattformgebühr und keine Umsatzbeteiligung an. Optional kommt ein Wartungsvertrag für Updates und Sicherheit dazu.
- Welche Zahlungsanbieter brauche ich und was kosten sie pro Bestellung?
- Für die meisten kleinen Shops reichen PayPal und Stripe (Kartenzahlung). Beide behalten pro Bestellung eine Transaktionsgebühr ein — einen prozentualen Anteil plus einen Festbetrag. PayPal kostet für Waren und Dienstleistungen im Inland 2,49 % + 0,35 € pro Transaktion. Stripe kostet für europäische Standard-Karten 1,5 % + 0,25 € und für die SEPA-Lastschrift 0,35 € (Stand der Anbieter-Preisseiten Juni 2026). Als Faustformel für die Planung: rechnen Sie mit rund 2 bis 3 % vom Umsatz für die Zahlungsabwicklung.
- Wie lange dauert es, einen Webshop erstellen zu lassen?
- Ein schlanker Shop mit einem überschaubaren Sortiment ist in etwa vier bis acht Wochen umsetzbar — wenn Produktdaten, Bilder und Preise rechtzeitig bereitstehen. Der häufigste Grund für Verzögerungen ist nicht die Technik, sondern fehlende oder unvollständige Produktinformationen auf Händlerseite. Bei großen Sortimenten oder einer Anbindung an eine Warenwirtschaft sollten Sie eher mehrere Monate einplanen.
- Was muss ich als Händler für meinen Shop selbst liefern?
- Mindestens: eine Produktliste mit Preisen, Produktfotos in guter Auflösung, kurze Produktbeschreibungen, Ihre Versandregeln (in welche Gebiete, zu welchen Kosten, mit welchem Versanddienstleister, bei Lebensmitteln auch Kühl-/Frischeversand) und die Angaben für Impressum und Rechtstexte. Die Produktdaten sind der eigentliche Engpass — wer sie vor Projektstart sauber aufbereitet, spart Wochen.
- Welche Rechtstexte braucht ein Onlineshop in Deutschland zwingend?
- Ein aktiver Onlineshop braucht Impressum, Datenschutzerklärung (DSGVO-konform), AGB und eine Widerrufsbelehrung (das gesetzliche 14-tägige Widerrufsrecht für Verbraucher; bei verderblichen oder versiegelten Lebensmitteln gibt es Ausnahmen). Dazu kommen klar ausgewiesene Versandkosten, korrekte Preisangaben inklusive Grundpreis bei Mengenware (Preisangabenverordnung) und der gesetzlich vorgeschriebene Bestell-Button mit eindeutiger Beschriftung (Button-Lösung).
- Gilt die Barrierefreiheitspflicht (BFSG) auch für meinen kleinen Shop?
- Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Onlineshops für Verbraucher müssen grundsätzlich barrierefrei sein. Als Kleinstunternehmen können Sie nach aktueller Rechtslage die Ausnahme nutzen — das gilt für Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten UND höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme. Beide Grenzen (Mitarbeiterzahl und Finanzgrenze) müssen zusammen erfüllt sein. Das trifft auf viele kleine Läden und Hofläden zu. Im Zweifel lohnt eine kurze rechtliche Klärung.
- Was treibt den Preis eines Webshops in die Höhe?
- Vor allem sechs Bausteine: die Zahl der Produkte, Produktvarianten (etwa Größen, Farben oder bei Lebensmitteln Sorte und Gebindegröße), ein individuelles Design statt eines angepassten Themes, zusätzliche Zahlungsarten, komplexe Versandregeln (Lieferzonen, gewichtsabhängiger Versand) und Sonderfunktionen wie Abo-Produkte oder eine Schnellbestellung. Jeder dieser Punkte ist ein eigenes Arbeitspaket — kein bloßer Klick.
- Was passiert nach dem Livegang — kann ich später den Dienstleister wechseln?
- Bei einem eigenen WooCommerce-Shop gehören Domain, Hosting-Zugang, Daten und Code Ihnen. Hosting und Domain laufen auf Ihren Namen, nicht über mich — Sie sind also nicht abhängig. Zur Übergabe gehört eine Einweisung, mit der Sie Produkte, Preise und Bestellungen selbst verwalten. Wer Updates und Sicherheit nicht selbst machen will, kann einen Wartungsvertrag abschließen; Pflicht ist er nicht. Ein Wechsel zu einem anderen Dienstleister ist jederzeit möglich, weil nichts an eine geschlossene Plattform gebunden ist.